Hauptprobe 2017: Ein Grillfeuer gerät außer Kontrolle




Ganz nah können die interessierten Zuschauer die letzten Minuten der einstündigen Feuerwehrprobe in der Salzgasse in Schonach erleben. Diese Gelegenheit nutzen vor allem die kleinen Fans der Feuerwehr. Fotos: Bolkart Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Rita Bolkart 22.10.2017 - 17:05 Uhr Ein Grillfeuer, das außer Kontrolle geraten war, beschäftigte die Freiwillige Feuerwehr Schonach bei ihrer Hauptprobe.



Schonach. Auf der überdachten Terrasse des Höflebauernhofs in der Salzgasse griff ein unbeaufsichtigtes Grillfeuer auf das Gebäude über und beim Eintreffen der Feuerwehr wurde deutlich, dass gleich mehrere Personen im mittlerweile verqualmten Hof vermisst wurden.

DRK-Ortsverein mit drei Fahrzeugen vor Ort

Kommandant Dirk Schuler hatte dieses Szenario entworfen, dass für die Hauptprobe alle 43 anwesenden Feuerwehrmänner beschäftigte. Mit sechs Einsatzfahrzeugen rückte die Wehr an, unterstützt vom DRK-Ortsverein Triberg-Schonach, der mit drei Fahrzeugen vor Ort war.

Menschenrettung war erstes Ziel der Maßnahmen, wie Feuerwehrmann Uwe Kammerer als Moderator den zahlreichen Zuschauern erklärte.



Mit Atemschutz ausgerüstet, erkundeten die Brandbekämpfer das Gebäude und bargen die Bewusstlosen. Dazu wurde auf der Hinterseite des Hofes auch die Drehleiter eingesetzt. Das siebenköpfige Einsatzteam des DRK versorgte anschließend die Verletzten. Tim Schilli, Leo Kammerer und Marcel Spinner von der Jugendfeuerwehr übernahmen die Rolle der zu bergenden Personen.

Parallel zur Menschenrettung liefen die Vorbereitungen zum Löscheinsatz. Die Herausforderung dabei war, ein Übergreifen der Flammen auf den separaten Viehstall zu vermeiden und die Wasserversorgung zu sichern.

Neben der Versorgung durch das Tanklöschfahrzeug und den Hydranten, stauten die Feuerwehrmänner den Turntalbach zur Wasserentnahme. Mit sechs C-Strahlrohren und ein B-Rohr setzte die Feuerwehr schließlich den gesamten Hof unter Wasser.

Kommandant und Einsatzleiter Dirk Schuler war nach einer Stunde mit dem Probenverlauf und der Menschenrettung sehr zufrieden. Die verzögerten Löschmaßnahmen begründete er mit der Personenrettung und der Rücksichtnahme auf die vielen Zuschauer, die sich vor allem vor dem Hof aufhielten. "Es war ein Bedarfsszenario", erklärte er. Im Ernstfall würden die Einsatzfahrzeuge weiträumiger aufgestellt und das Rote Kreuz hätte sich weiter in die Salzgasse zurückgezogen.
Einsatzkräfte stellen Schlagkraft unter Beweis

So war die Hauptprobe eine Gelegenheit für die Feuerwehr, ihre Schlagkraft unter Beweis zu stellen und für die Zuschauer ergab der Probeauftrag auf kleinem Raum die unterschiedlichen Optionen der Wehr zu erleben.

Kammerer bedankte sich abschließend bei Michaela und Michael Kienzler vom Höflebauernhof und verkündete das Probenende. Das war der Startschuss für die kleinen Probenbesucher den sicheren Publikumsplatz zu verlassen und sich bei den Feuerwehrmännern und ihren Fahrzeugen ihre eigenen Eindrücke zu verschaffen.

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